Provenienz

Der Herkunftsbestimmung der Keramiken liegt das Provenienz-Postulat (P.E. Mc Govern, 1997) zugrunde: ‚Weisen Keramiken und Tone in ihrer chemischen und mineralogischen Zusammensetzung Übereinstimmung auf, so gilt der Ort der Lagerstätte auch als der wahrscheinliche Fertigungsort‘.
Danach wurden die analytischen Daten von Erden/Tonen, nichtkeramischen Tonprodukten und Keramiken, die ‚regional’, das heißt im Umkreis von ca. 20 km (z.B. Umm Qays, Tall Qaq und Tall Kinese) bzw. ‚überregional’ (20-100 km) gefunden oder gar von außerhalb Palästinas importiert wurden, mit denjenigen der Keramiken vom Tall abgeglichen.

Aussagen zur Herkunft der Keramiken sind wegen der großen Variabilität der chemisch/ mineralogischen Zusammensetzung der Tone, resultierend aus deren häufig sehr komplexen Entstehungsgeschichte, nur in einigen wenigen Fällen wissenschaftlich vertretbar. Auch die Anwendung anderer Analysenmethoden oder mathematischer Programme, wie z.B. die Multivarianz-Clusteranalyse, können dieses Manko nicht beheben.