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Mapping mit Georadar
Das Georadar (GPR; Ground Penetrating Radar) entspricht in seiner Funktionsweise dem herkömmlichen Radar, wie es in der See- und Luftfahrt benutzt wird. Allerdings werden hier die elektromagnetischen Impulse senkrecht zur Oberfläche in den Untergrund gesendet. Gemessen werden dann die reflektierten Wellen.
Zur Methode
Das
Bodenradarverfahren ähnelt in seiner Methode und bei der Anwendung
prinzipiell der Reflexionsseismik. Die im Vergleich mit den
Schallwellen (Seismik) energiereicheren Radarwellen (höhere Frequenzen)
erlauben zwar eine wesentlich bessere Auflösung, sind aber im Hinblick
auf ihre Eindringtiefe limitiert.
Grundsätzlich gilt, dass eine
bessere Auflösung nur auf Kosten einer geringeren Eindringtiefe zu
erreichen ist. Frequenzen zwischen 10 und 200 MHz erreichen relativ
große Eindringtiefen, bieten aber eine schlechte Auflösung. Im
Gegensatz dazu erreicht man mit sehr viel höheren Frequenzen (250 MHz
bis 1 GHz) eine sehr gute Auflösung, allerdings bei weitaus geringerer
Eindringtiefe (im ungünstigsten Fall nur wenige Zentimeter).

Dietmar Biedermann (BAI) mit dem GPR in Khirbet ez-Zeraqon
Der Einsatz der Methode wird beschränkt bzw. unmöglich gemacht, wenn die Radarwellen teilweise oder vollständig absorbiert werden (z. B. bei stark durchfeuchteten Böden). Bei Lehmböden, wie sie in Palästina üblich sind, werden oftmals nur geringe Eindringtiefen zustande kommen. Die Messungen weisen in der Regel eine Vielzahl von Anomalien auf, die die Auswertung komplizieren. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, bedarf es zwangsläufig einer gewissen Expertise.

Dietmar Biedermann (BAI) mit dem GPR in Khirbet ez-Zeraqon