3D in der Grabungsdokumentation

Das BAI setzt seit der diesjährigen Frühjahrskampagne auf dem Tall Zira'a dreidimensionale Aufnahmen bei der Grabung ein. Dabei ist unsere Grabung eine der ersten Projekte weltweit, die diese neue fotobasierte Technik in die tägliche routinemäßige Grabungsdokumentation integriert hat.

Mit dreidimensionalen Aufnahmen zur Dokumentation archäologischer Orte wird schon länger experimentiert und gearbeitet. Dabei werden verschiedene Techniken, wie zum Beispiel das Laserscanning eingesetzt. Nachteile der bisherigen Techniken liegen in den hohen Kosten und in dem erforderlichen hohen Zeitaufwand. Neue Softwareentwicklungen erlauben es nun dreidimensionale Szenerien aus normalen Fotos zu rekonstruieren. Das BAI verwendet diese Technik, um den Grabungsfortschritt zu dokumentieren.


Screenshot der 3D-Software mit einem Grabungsschnitt

Die Vorteile dieser neuen Methode liegen auf der Hand. Sie ist vergleichsweise kostengünstig, die Aufnahmen lassen sich sehr gut in die tägliche Grabungsroutine integrieren und die Ergebnisse bedeuten einen Quantensprung für die  architektonisch steingerechte Aufnahme des Planums, denn die dreidimensionalen Bilder lassen sich sehr einfach als verzerrungsfreie Aufsichten exportieren, die als Grundlage der Planerstellung im CAD dienen.

 


Aufsicht eines archäologisch unbearbeiteten Grabungsschnittes